Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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266 Das Geneſungshau.

verantwortlich bin. Ich bin uͤberzeugt, der Herr Maire

werden mich nicht eines Mangels an ſchuldigem Re ſpekt gegen Sie oder die Obrigkeit beſchuldigen.»

Mein Herr Doktor wird mir nicht die Schande anthun, zu glauben, daß ich Ihn an irgend etwas fuͤr ſchuldig halten koͤnnte, daß nicht mit der groͤßten Recht⸗ lichkeit und feinſten Sitte uͤbereinſtimmte.

«O, mein Herr Maire! Sie ſind zu guͤtig zu nachſichtig. Ich werde ſtolz darauf ſeyn, zu ver⸗ ſuchen, ein ſo ausgezeichnetes Lob zu verdienen.»

Nicht im Geringſten, mein Herr Doktor! Ein Mann wie Sie bedarf meines Lobes nicht. Ihr Ruf ..Ihr allgemein anerkannter Charakter.... Erlauben Sie

Und damit hielt der Maire ſeine Tabacksdoſe hin, und der Doktor verſenkte pflichtſchuldig ſeinen Dau⸗ men und zwei Finger in den ihm dargebotenen In⸗ halt: das einzige Compliment, welches zwiſchen ih⸗ nen gewechſelt ward, das nicht gaͤnzlich leer war. Ich fuͤhlte die ungeduldigſte Verachtung gegen den ver⸗ ſchmitzten Arzt und die kaltbluͤtige Magiſtratsperſon, welche auf der Schwelle der Verzweiflung und des Verbrechens ſich auf dieſe Art mit einander unterhal⸗ ten konnten. Die arme Haushaͤlterin ſchien noch durch heftigere Empfindungen erſchuͤttert zu ſeyn, und ſo ſchlug denn endlich der Doktor dem Maire vor: an das kleine Geſchaͤft zu gehen, wie er es nannte.