Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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Serhates lapitel. 265 fuͤr mich? Kein Gefuͤhl fuͤr die Beleidigung, die mir geſchieht mir perſoͤnlich und dem guten Rufe mei⸗ ner Kunſt dadurch, daß einer meiner Kranken ſich ſelbſt um's Leben gebracht hat? Wenn er nur noch ſo ehrlich geweſen waͤre, nur das Zartgefuͤhl beſeſſen haͤtte, ein paar Zeilen zuruͤck zu laſſen, um mir fuͤr die Muͤhe zu danken, die ich mir mit ihm gegeben habe, ſo wollte ich die Sache ſo hingehen laſſen; aber

jetzt nein, das kann ich ihm nie vergeben! nie,

nie! Doch ſtill, da kommt ſchon der Maire, um den Vorfall zu unterſuchen. Ich will thun, was ich kann, um meinen gerechten Unwillen zu unterdruͤcken. Du kannſt in's Haus gehen, Jacqueline. Sie aber, mein Herr! Sie koͤnnen, wenn es gefaͤllig iſt, hier bleiben und dem Zeugenverhoͤre mit beiwohnen, das die Obrig⸗ keit anſtellen wird. Ich will Ihnen gern Ihre hef⸗ tigen Worte von vorhin verzeihen ich bin nicht der Mann, der wegen unuͤberlegter Waͤrme es Anderen feindſelig nachtraͤgt; aber eine uͤberlegte Beleidigung nein, die vergeſſe ich niemals! Mein Herr Maire! ich habe die Ehre, Ihnen mein Compliment zu ma⸗ chen. Ich bitte tauſendmal um Vergebung, daß ich Sie ſchon ſo fruͤh habe inkommodiren muͤſſen. Wer kann aber helfen? Wenn Fremde, ohne Achtung fuͤr Behoͤrden, oder vielmehr fuͤr wuͤrdige Perſonen, zu geſetzwidrigen Handlungen eine ungeſchickte Stunde auswaͤhlen, ſo begreifen Sie ſelbſt, daß ich dafuͤr nicht I. 12