264 Datz Geneſungshaus.
wiſſen, wie er denn dieſe unſelige That vollbracht habe. 3
«. Ja, mein Herr!» entgegnete er:„das koͤnnen Sie wol fragen, denn ich frage das noch jetzt mich ſelbſt. Wie konnte er es dahin bringen ſeinen ſtraͤflichen Vor⸗ ſatz auszufuͤhren, da alle Mittel, deren er ſich dazu be⸗ dienen konnte, ſorgfaͤltig hinweg geſchafft worden wa— ren? Ja, ja, auch das Unbedeutendſte, von dem man vernuͤnftigerweiſe denken konnte, daß es zum Selbſt⸗ morde gebraucht werden koͤnne, war weggeſchafft— ſelbſt ſein Halstuch— kein Nagel, nicht einmal eine Stecknadel, war im Zimmer gelaſſen worden. Aber Wahnſinn, mein Herr! thut Wunder bei ſolcher Ge⸗ legenheit, und Sie ſollen gleich erfahren, welche ſon— derbare Methode dieſer Geiſtesirre erwaͤhlte, um alle unſere Vorſichtsmaßregeln zu Schanden zu machen, uns— Sie werden verzeihen— undankbarerweiſe ſo in Verlegenheit zu ſetzen und auf dieſes Inſtitut ein Brandmal zu bringen— denn eine andere Abſicht konnte er nicht haben.»
— Um des Himmelswillen, ſprechen Sie nicht ſo, Herr Doktor! Wie koͤnnen Sie noch Feindſchaft ge⸗ gen den Todten hegen?— ſchrie die Haushaͤlterin.
«.Jacqueline! Du kannſt durchaus nicht in mein Gefuͤhl eingehen— folglich halte Dein Maul! Ich verbiete es Dir, Dich ferner in dieſe Angelegenheit zu miſchen. Haſt Du denn gar keine Achtung mehr
fuͤr


