Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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Serhstes Ttauitel. 263

fuͤr den Kranken ihm ab. Aber er ſchien durch ſein Straͤuben gaͤnzlich erſchoͤpft und ließ ſich willig in ein warmes Bad bringen. Durch dieſe Maßregel dem Anſcheine nach beruhigt und erquickt, ward er wieder in's Bett gelegt, und ein treuer Waͤchter blieb zur Wache in ſeiner Kammer. Kaum hatte ich jedoch den Ruͤcken gewendet mein wuͤrdiger Freund und erſter Gehuͤlfe war ſchon vorher weggegangen als er den Waͤchter beredete von ſeinem Lager ſich zu ent⸗ fernen, indem er vorgab, ruhen zu wollen, und nicht ſchlafen zu koͤnnen, wenn Jemand im Zimmer ſey. Der Mann der arme Ambroſius ein weich⸗ herziger Menſch glaubte, er mache es recht gut, verließ ſich auf die Ehrlichkeit des Kranken, und wil⸗ ligte in deſſen hinterliſtiges Begehren. Kaum konnte er aber nur die Thuͤr hinter ſich zugemacht haben, als Ihr Landsmann auf eine ſehr unredliche Art und mit der Verſchmitztheit, welche geiſtesirren Per⸗ ſonen beſonders eigen iſt ſeinem Leben ein Ende machte.

Gott vergebe ihm und erbarme ſich ſeiner! murmelte die Haushaͤlterin.

Der Doktor ſtand ſtill, nahm eine Priſe Tabak und ſchien ſeine Erzaͤhlung fuͤr geendigt anzuſehen. Ich war aber bei weitem noch nicht befriedigt, und indem ich des Doktors Geſchwaͤtz von Ehre, Verrath und Hin⸗ terliſt des jungen Mannes uͤberging, verlangte ich zu