Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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260 Ba Geneſungshaus.

antworten. Es war uͤberdies meine Abſicht, Sie von dieſem Vorfalle zu unterrichten, und Sie zu bitten, Zeuge bei der geſetzlichen Unterſuchung zu ſeyn, die jetzt ſtatt finden muß. Ich wollte Sie eben auf⸗ ſuchen, als Sie da in den Weg hereinſprangen.» So unwahr dies auch, wie ich wußte, war, ſo ent⸗ gegnete ich doch nichts darauf. Der Vorfall, deſſen Einzelnheiten mir tropfenweiſe beigebracht worden wa⸗ ren, hatte mich durch und durch erſchuͤttert. Ich hoͤrte alſo zu, ohne den Doktor zu unterbrechen, und ſeine Erzaͤhlung, mochte ſie nun wahr oder falſch ſeyn, ward bloß durch die convulſiviſchen Seufzer der Haushaͤl⸗ terin und ihre Ausrufungen von Selbſtanklagen und Kuͤmmerniſſen geſtoͤrt. a.Ja, mein Herr! ich hatte die Abſicht, Sie ruhig und beſonnen auf dieſe unangenehme Nachrichten vor⸗ zubereiten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie Ihr Herz durch eine ſolche ploͤtzliche Entdeckung ergriffen ſeyn muß. Ueberdies kann man bei einem ſolchen Zu⸗ ſtande hochaufgeregter Nervenſtimmung nie wiſſen, was fuͤr Wirkung eine derartige Ueberraſchung hervorbrin⸗

gen kann. Leider aber, wie ich ſchon vorher ſagte,

lebt der junge Mann nicht mehr und das Be dauern der Theilnahme und Zuneigung kann, wie Blumen auf ein Grab geſtreut, den Todten zwar zie⸗ ren, aber nicht wieder beleben.

Dieſer Metapher, deren ſich der Doktor unſtreitig

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