254 Daß Geneſungghaug.
fuhr mir der Gedanke durch den Sinn, daß dieſes erſchrockene Geſicht mit der Lage des Englaͤnders in Verbindung ſtehen muͤſſe. Ich hielt alſo den Schurken auf, und fragte ihn geradezu: was vorgefallen ſey?
«Fragen Sie mich nicht, mein Herr! Sie werden es zeitig genug erfahren.— Aber ich konnte nicht dafuͤr. — Laſſen Sie mich fort! laſſen Sie mich fort!»
— Was iſt denn geſchehen? Ich laſſe Ihn nicht wieder los, bis Er mir es ſagt.—
«.Ich hab's beſchworen, mein Herr!— ich darf, was hier vorgeht, nicht verrathen.
— Wo laͤuft Er denn ſo ſchnell hin?—
«In die Mairie, mein Herr, um den Maire zu holen, damit er Unterſuchung anſtelle uͤber.. Laſſen Sie mich gehen, es kann mir das Leben koſten, wenn man mich bei Ihnen hier ſieht!»
Dieſe letzten Worte begleitete ein heftiger Verſuch, ſich meiner Hand zu entreißen, und ſo lief denn der Bediente in groͤßter Haſt nach dem Hofe zu. Meine erſte Idee war, ihm zu folgen, und in Gegenwart der Magiſtratsperſon eine Erklaͤrung von ihm zu er⸗ zwingen; eine Stimme hielt mich aber davon zuruͤck, die in einem geheimnißvollen Tone mir zurief: Ich will Ihnen das Alles erzaͤhlen. Er iſt todt.)
Es war die Stimme der dicken Dame. Sie ſtand nicht weit von mir unter den Geſtraͤuchen, und ſah mich mit hohlem Blicke an.


