Taura Pemegia. 23
«ᷣα Recht ſchoͤn! ſo will ich nicht gehn. Ich koͤnnte mich nie entſchließen, meine Heimath zu ver⸗ laſſen, mich von Anſelm zu trennen, von meinen Freundinnen und meinem armen kleinen weißen Zik⸗ kelchen, das gewiß dann ſtuͤrbe.“» Und hierbei fing ich an bitterlich zu weinen.
«Du mußt aber gehn, mein Kind! Du wirſt nicht ſo unfreundlich gegen Dich und mich und Dei⸗ nen Bruder handeln?“
«.ᷣWie kann das denn Anſelm etwas ſchaden, wenn ich hier bleibe? Ich habe ihn lieber als die ganze Welt.»»
«Sieh her,“» ſagte nun die Mutter mit leiſerm Tone und finſterm Blicke,«ſieh Dich nur um. Die Huͤtte da will uns ja uͤber den Kopf zuſammenfal⸗ len, und unſer Kahn iſt ſo ſchlecht, daß Anſelm nur mit Lebensgefahr noch bei'm kleinſten Winde in See bleiben kann. Wenn wir nun kein Dach mehr uͤber dem Kopfe haben, keinen Kahn, um Fiſche zu fan⸗ gen, was ſoll dann aus uns werden? Willſt Du Dir denn, wenn wir alle vor Hunger und Elend umkommen muͤſſen, ſelbſt ſagen: das iſt alles meine Schuld— ich haͤtte uns alle retten koͤnnen— aber, ich wollte lieber, daß Mutter und Bruder aus Man⸗ gel ſterben mußten?“
«. Nein, nein!»“ rief ich aus,«ſo ſchlecht werde ich doch nicht ſeyn! Ich will gehn, Mutter, ja ich


