Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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22 Laura Pemegia. aber nicht weniger gluͤcklich ſeyn, wenn Du einwil⸗ ligſt mit ihm zu gehen.)

.Ich dachte mir aber doch, es ſey nicht recht, wenn junge Maͤdchen mit Maͤnnern leben, die ſie nicht heirathen wollen,»» antwortete ich.

«Wer hat Dir denn das geſagt?“ fragte ſie.

«.α Erinnerſt Du Dich denn nicht, Mutter, was vorgeſtern die Nachbarn am Quell von Bianca's Tochter ſprachen, und wie ſie ſagten, daß ſie nichts auf dieſe hielten, weil ſie ſtets mit Jacopo, dem Weinſchenken, zuſammen ſey, der ſie doch nicht hei⸗ rathen werde?»“

«Auf Bianca's Tochter haͤlt man nichts, Lurr weil Jacopo deſſelben Standes mit ihr iſt, und kein Hinderniß vorhanden waͤre, ſie zu heirathen, wenn ſie nur ſonſt ein paſſendes Maͤdchen waͤre. Aber wenn ein großer Herr ſein Auge auf ein armes Maͤdchen wirft, ſo geſchieht's, weil er ſie wirklich liebt und ſie gluͤcklich machen will. Begreifſt Du den Unterſchied?“

. Nicht ganz, Mutter!

Nun, nun, es hat auch nichts weiter zu ſagen, wenn Du's nicht begreifſt. Jetzt iſt die Frage nur: willſt Du mit dem jungen Lord gehen? Du ſiehſt wie zart er ſich benimmt. Ohne Deine Einwilligung will er Dich durchaus nicht haben, und hat mir auf's ſtrengſte verboten, mein Anſehn zu gebrauchen, um Dich dazu zu bewegen.“