Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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18 Taura Prmenia.

aus!» rief ſie mir nach ihrer gewohnten Art zu. Ich nahm den Becher aus der Hand des jungen Man⸗ nes, koſtete die Milch und gab ihm das Uebrige zuruͤck.

«Da, da, trinke noch ein wenig! ſagte er in ei⸗ nem Tone und mit einem Laͤcheln, das mich zum Trinken gebracht haͤtte, wenn ich auch nicht durſtig geweſen waͤre. Er ſprach nun lange mit mir, und ſchien mit Vergnuͤgen auf meine kurzen Antworten zu hoͤren. Endlich ſagte er, ich ſolle mich nicht vor ihm fuͤrchten. Da verſprach ich ihm, es nicht zu thun, und ich hatte mich in der That ſchon ganz an ihn gewoͤhnt. Er hatte blondes Haar, das in Locken ſeinen Kopf umfloß, große blaue Augen, ſehr weiße Zaͤhne und einen ſchoͤnen Ring am Finger. Seine Klei⸗ dung ſetzte mich ganz in Staunen. So etwas Feines hatte ich noch nicht geſehen. Sie duftete von Wohl⸗ geruͤchen, und es wunderte mich nur außerordentlich, daß er ſich herabließ, mich mit der Spitze ſeines Fin⸗ gers zu beruͤhren. Waͤhrend er mit mir ſprach, fluͤ⸗ ſterten der Sizilianer und meine Mutter am andern Ende des Gemachs zuſammen. Ich hoͤrte hie und da einige Worte, und merkte, daß ſie von mir ſpra⸗ chen. Der Mann fragte nach meinem Alter, und ich wunderte mich nicht wenig, als meine Mutter ent⸗ gegnete: ich ſey 15 Jahre alt, ob ich gleich gerade ein Jahr juͤnger war.