Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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Taura Pemegta. 17

ſogleich ab, und wir ſahen ſie den Weg in den Wald einſchlagen.

Ich kehrte nicht eher als zur Mittagszeit nach Hauſe zuruͤck, um mir mein Eſſen zu holen, das meine Mutter ſtets in einem kleinen Koͤrbchen bei Seite ſetzte, und ich gewoͤhnlich dann auf den Felſen verzehrte, damit unſre Ziegen nicht zu lange unbe⸗ wacht bleiben moͤchten. Als ich in die Huͤtte trat, ſtaunte ich, jene Fremden wieder zu ſehen, die alle um den Tiſch ſaßen und von unſerm groben Brote mit etwas Ziegenmilch und Kaͤſe ſpeiſ'ten. Ich ſprang davon, um mich zu verſtecken. Meine Mutter rief mich unfreundlich zuruͤck, und ich wagte es nicht un gehorſam zu ſeyn. Ich verkroch mich in die dunkelſte Ecke des Zimmers, und kauerte mich zuſammen, ſo ſehr als ich's nur konnte. Meine Mutter gab mir etwas Brot und Kaͤſe.

«Nimm, Laura,» ſagte ſie:«heute kannſt Du keine Milch bekommen, ich habe ſie all' den Herren da gegeben.

Kaum hoͤrte dies der junge ſchoͤne Mann, als er aufſprang, laͤchelnd zu mir trat, und mir das anbot, was in ſeinem Becher noch uͤbrig war. Er bat mich zu trinken. Ich fuͤrchtete, meine Mutter moͤchte boͤſe werden, und zauderte daher, ohne es jedoch abzu⸗ lehnen.

«Nun ſo trink', und ſieh nicht wie eine Naͤrrin