Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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Einleitung. 7

Benehmen erweckten in mir jenen unwiderſtehlichen Schmerz, womit der Anblick von Geiſtesverwirrung, ſey ſie ſo gering als ſie auch nur wolle, jedes fuͤh lende Herz erfuͤllt. Ich zog mich daher ein wenig zuruͤck, aber doch nicht zu weit, um ſie ſtets im Auge behalten zu koͤnnen. Ich weiß nicht, ob ſie ſich beobachtet glaubte; war dies aber der Fall, ſo achtete ſie wenigſtens ſelbſt nicht darauf.

Sie nahte ſich der Statue, warf ſich vor ihr auf die Kniee, und ſchlug mit einem Steine, den ſie in der Hand hielt, drei⸗ bis viermal heftig auf die mar⸗ mornen Stufen. Dieſer Klang, wie er durch den Wald toͤnte, machte einen ganz eigenthuͤmlichen Ein⸗ druck auf mich. Dann neigte ſie das Haupt und legte das Ohr dicht an den Boden, als erwarte ſie auf ihren lauten Ruf irgend eine Antwort. Aber die, an welche er gerichtet war, antwortete nicht.

«Laura! Laura! Laura! rief ſie nun in wildſchal⸗ lenden Toͤnen. Schweigen folgte dem rauhen Echo des Rufs. Nun ſchlug ſie ſich mit der geballten Hand vor die Bruſt, raufte ſich das Haar, und be⸗ jammerte mit Schluchzen und durchdringendem Ge⸗ ſchrei einen ungenannten oder vielleicht(wie ich mir dachte) nur ertraͤumten Verluſt.

Jetzt erſchienen zwei Maͤnner. Sie waren ganz athemlos von der Eile, mit welcher ſie herbeigelaufen waren. Sie verſuchten es, die Frau ſanft hinwegzu⸗