11
mende ſelcher aͤrztlichen Unkunde, wie ſie der Platz darbot; zuweilen gefuͤhllos fuͤr Alles, was geſchah, zuweilen auf's Hoͤchſte auf Ereigniſſe geſpannt, an welchen theilzunehmen ſie ſich ſehnte, und als deren Opfer zu fallen nicht ſelten ihr Wunſch war. Doch wenn auch Jacqueline nicht perſoͤnlich an
dieſen Begebenheiten Antheil nehmen konnte, war ſie
doch die Seele aller derſelben. Van Monfoort be⸗ fehligte den Platz, da van Hemſted mit Verſtaͤrkun⸗ gen ausgezogen war, um ſich mit ſeinem Bruder zu vereinigen, dem Haupte der Hoeks, die bereits in Verbindung mit den Engliſchen Truppen auf Zee⸗ land ſtanden.
Der brave Ludwig von Urk ſtrafte ſeinen Ruf in den pruͤfungsvollen Ereigniſſen ſeines Oberbefehls nicht Luͤgen. Die Quelle, aus der alle ſeine Hand— lungen floſſen, war Ergebenheit gegen ſeine Gebie— terin, worin eingewurzelter Haß gegen Philipp und die Kabblejawſche Partei ihn nur beſtaͤrken konnte. Man erwartete anfangs keinen Angriff auf Amers⸗ fort ſelbſt, ſondern vermuthete, daß es der Her⸗ zog liegen laſſen wuͤrde; aber die Hoffnung, den Platz durch einen Handſtreich zu nehmen, und Jac⸗ quelinens Perſon auf dieſe Weiſe in ſeine Ge⸗


