Teil eines Werkes 
3. Bd. (1832)
Entstehung
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lich uͤberwindet, oͤfter aber dem gewaltigen Wider ſtande, den ſie ſelbſt hervorgerufen, erliegt. Sein Muth war ruhiger und beſonnener; ſtatt ſeine Kraͤfte in erfolgloſen Verſuchen zur Flucht zu er⸗ ſchoͤpfen, oder durch Wort oder That ſeinen Tod zu beſchleunigen, hoͤrte er ſchweigend die Schmaͤ⸗ hungen ſeiner Feinde, und unterwarf ſich ohne Wi⸗ derſtand ihren Mißhandlungen. Vielmehr ſammelte er alle ſeine Kraft, leibliche und geiſtige, eine maͤch⸗ tige Anſtrengung zur Flucht zu machen, falls ſich ein guͤnſtiger Augenblick zeigte, oder zu wuͤrdiger Ergebung in ſein Schickſal, welches es auch ſeyn moͤchte. Daß das Letztere ſchnell und furchtbar ſich entſcheiden wuͤrde, ſchien wenig zweifelhaft.

Fort mit ihm, aus meinen Augen! rief Graͤfin Margarethe.Laßt ihn draußen ſterben! Endet ſein Leben mit Einem Streich!

Ein Schrei der Wuth antwortete dem wilden Befehl; Vrank ward durch die Fluͤgelthuͤr hinaus⸗ geſchleppt, trotz ſeines Widerſtandes, welchen er, durchſchauert von der Naͤhe des Todes, mit krampf⸗ hafter Anſtrengung leiſtete. Er fuͤhlte, wie ſeine Wangen kaͤlter wurden, wie das Blut am Her⸗ zen gerinne. Aber mit der Farbe ſeiner Wangen verlor er nicht die Beſonnenheit ſeines Kopfes, denn

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