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— Madame,, ich ſehe wohl, Ihr kennt mich nicht, — verſetzte Vrank,— und es thut mir nur um unſerer Beiden willen leid, daß mich das Schickſal Eurer falſchen Beurtheilung in den Weg geworfen hat.—
„Meinetwegen koͤnnt Ihr Euch das Bedauern er⸗ ſparen. Euer zufaͤlliges Begegnen wird vergeſſen, wie es Statt gefunden. Es kann mich nur wenig koſten, dieſen Flecken aus meinem Gedaͤchtniſſe zu tilgen.“
— Das haͤtte ich vor Kurzem kaum denken ſol⸗ len,— ſagte Brank mit einem bittern Laͤcheln, in⸗ dem er unmoͤglich das ſtolze Bewußtſeyn des Ein⸗ fluſſes unterdruͤcken konnte, den ſie ſo fuͤhlbar ihm eingeſtanden hatte.
„Dieſes Laͤcheln eines zu ſchnellen Triumphs wird ſich doch wohl in ſchmerzliche Bitterkeit ver⸗ kehren, Herr Borſelen, wenn ihr findet, daß die Schwaͤche des Weibes untergeht in der Verachtung der Fuͤrſtin. Und nun, Sir, koͤnnt Ihr Euch ent⸗ fernen; Eure kraͤnkende Sendung iſt erfuͤllt, nehmt Euren Ruͤckzug ſo gut Ihr koͤnnt.“
Vrank's Herz ſchwoll von beleidigtem Stolze. Nie war er ſo unzufrieden geweſen, weder mit An⸗ deren noch mit ſich ſelbſt. Er haͤtte gern Alles in der Welt darum gegeben, wenn es ein Mann ge⸗ weſen waͤre, der ihn ſo behandelte. All ſein ſonſt


