Teil eines Werkes 
2. Bd. (1832)
Entstehung
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276 Herzog Philipp's heftige Reden, der Haß ſeiner ei⸗ genen Eltern, die Wuth ihrer Partei, das Alles trat vor Vrank's Seele, und bis jetzt hatte er auch nicht ein Wort der Rechtfertigung von Jacqueli⸗ nens Lippen vernommen, außer dem Geſtaͤndniſſe ihrer Gefuͤhle gegen ihn. Bei vielen Maͤnnern wuͤrde dies hinreichend geweſen ſeyn, ſie von Allem frei zu ſprechen, auch wohl von noch bedeutenderen Vorwuͤrfen, als Vrank's Gedaͤchtniß ihm gegen ſie vorhielt. Allein, ſey es nun ein Verdienſt oder Mangel, ſein Gemuͤth war von anderer Art, denn wenn ihm auch ihre Zuneigung in Geheim wirklich ſchmeichelte und er dafuͤr dankbar war, und ob ihn auch die Entdeckung nicht wenig uͤberraſchte, ſtand doch das Gleichgewicht zwiſchen Vernunft und Ge⸗ fuͤhl bei ihm feſt, und ſeine Selbſtachtung ſchuͤtzte ihn davor, daß er durch den bloßen Eindruck des Anblicks oder der Thraͤnen nicht uͤberwaͤltigt wurde. Allles, was wir hier kuͤrzlich zu ſchildern ver⸗ ſucht haben, ging mit unendlich groͤßerer Schnellig⸗ keit in unſers Helden Seele vor, allein die Worte und Handlungen, die auf dieſe Gedanken folgten, waren minder unzuſammenhaͤngend als es ihre Be⸗ ſchreibung ſeyn kann. Er rief alle ſeine Geiſtes⸗ ſtärke auf, und reichte den Guͤrtel mit der ausge⸗