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— Graͤfin! Ihr treibt mich zum Wahnſinn!— rief Vrank mit großer Bewegung, indem er ſeinen Mantel auseinander ſchlug und ſein Wamms zeigte — ich kann die Qual Eures irrigen Vertrauens nicht laͤnger ertragen. Ach! ich bin nicht Euer Freund oder von Eurer Partei, ob ich gleich fuͤhle, daß mich der Pfad der Pflicht zu gaͤnzlichem Elende fuͤhrt. Seht hierher— und hierher!— Jacqueline ſtand faſt ſprachlos bei dem Anblicke des rothen Burgundiſchen Kreuzes auf ſeiner Bruſt, und des ſilbernen Schildes, das van Monfoort ſo genau beſchrieben hatte, an ſeinem Arme.
„Wie kamt Ihr denn hierher?“ ſagte ſie leiſe nach einer Pauſe,„und warum?“
— Ich enthuͤllte dieſe beiden Abzeichen nicht, die mich ein feierliches Geluͤbde ſtets zu tragen ver⸗ pflichtet, und dieſes Zeichen hier verſchaffte mir freien Eintritt durch Eure Thore.—
Jacqueline bedeckte ſich das Geſicht mit den Haͤnden, indem ſie den Ring bemerkte, den ſie Gi⸗ les Poſtel gegeben hatte.
„Laßt mich meine Schande verbergen,“ rief ſie,—„ich will nicht fragen, wie und wo ihr die⸗ ſen ungluͤcklichen Edelſtein empfangen habt, aber, warum, um's Himmels Willen ſagt mir, warum


