Teil eines Werkes 
2. Bd. (1832)
Entstehung
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Weg mit der Wuͤrde und falſchen Unterſchei⸗ dungen in dieſer Stunde, rief Jacqueline, da ſie in Vrank's Benehmen eine ſklaviſche Verehrung ihres Ranges zu erblicken meinte, und um den furchtſamen Juͤngling hinſichtlich ihrer Gefuͤhle, ſo⸗ wohl ihret⸗ als ſeinetwegen auf den rechten Stand⸗ punkt zu ſtellen.

Nein! fuhr ſie fort,dies iſt nicht die Zeit

fuͤr kalte Formen das volle Herz verwirft ſie

jetzt Euer Platz iſt gefunden, auch iſt mein Stolz nicht gedemuͤthigt. Ich weiß, Ihr ſeyd von Adel, Jedem ebenbuͤrtig, und an Geſinnung ſteht Ihr weit uͤber den Meiſten. Die Scheidewand zwiſchen uns iſt niedergeriſſen; ich vergeſſe Alles, nur nicht das Mitgefuͤhl, das mir ſagt, ja mir befiehlt, Euch zu achten und zu ehren.

Vrank's Kopf ſchien zu ſchwindeln. Er konnte den glaͤnzenden Blick des vollen Auges, das auf ihn ruhte, nicht ertragen, und ließ das ſeine auf dem Boden weilen.

So ſprecht denn frei, tapferer und edler Ritter, ſagte Jacqueline,ſagt mir, was mein Herz ſchon ahnet, daß Ihr die Sache des Unrechts und der Tyrannei aufgegeben habt, und die meine unuͤber⸗ windlich machen wollt.