Teil eines Werkes 
2. Bd. (1832)
Entstehung
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durch ſeine Schwaͤche verſetzt hatte. Es war ſchon ſchlimm genug zu wiſſen, daß er jede ſeiner wohl⸗ berechneten Abſichten verletzt, ſeine Vernunft aufge⸗ opfert, ſeine Grundſaͤtze bloßgeſtellt habe; allein ein noch bittrerer Schmerz lag in dem Vorwurf, ein getaͤuſchtes und vertrauendes Weib zum Geſtaͤndniß einer Leidenſchaft verfuͤhrt zu haben, die er ſelbſt nicht zu erwiedern wagte, und die, mochten ihre Irrthuͤmer und Verbrechen ſeyn, welche ſie wollten, das Gepraͤge aufrichtiger und inniger Ergebenheit gegen ihn trug. Auch hatte wohl die Selbſtliebe Antheil an ſeinen, wie an ihren Empfindungen um die ungezaͤhmte Leidenſchaft zu unterſtuͤtzen, in die er verloren ſchien. Sey dem wie ihm wolle, es draͤngten ſich auf einmal eine Menge Entſchuldi⸗ gungsgruͤnde fuͤr Jacquelinen in ſeine Seele. Eine innere Ueberzeugung ſchien ihm zu ſagen: Sie iſt unſchuldig; allein er uͤberhoͤrte dabei die leiſe Stimme der Eitelkeit, die ihm zufluͤſterte:Wie koͤnnte das Weſen ſo verbrecheriſch ſeyn, das mich liebt!

Aber jetzt erwachte in ihm das ernſte Gefuͤhl der Pflicht, das ihn ſchon oft vor Verirrungen der Leidenſchaft bewahrt hatte. Gedanke und Hand⸗ lung folgten ſchnell auf einander. Er ließ die ſchoͤne Hand, die er bisher feſt in der ſeinen gehalten,