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chen, und Handlungen, die ihr zu trotzen ſchienen. Indeß lag in dem Allen Nichts, was nicht ſchmei⸗ chelhaft fuͤr ſie geweſen waͤre, und ſelbſt in ſolch einem Momente mißfiel ihr der ihrem maͤchtigen Einfluſſe gezollte Tribut keinesweges. Sie fuͤhlte ſich uͤberzeugt, daß Vrank Alles ihretwegen aufge⸗ geben hatte; allein ihr eingenommener Kopf und ihr klopfendes Herz waren nicht im Einklange zu einem tieferen Plane der Selbſtunterſuchung.
„Aber fuͤrchte Nichts!“ fuhr ſie in einem be⸗ ſaͤnftigenden und ermunternden Tone, und in der erſten Aufwallung edelmuͤthiger Dankbarkeit fort— „fuͤrchte Nichts, denn Deine Gefahr iſt auch die meine! was Dich trifft, trifft auch mich! Du haſt Deine Sache zu der meinigen gemacht; geſchehe was da will, wir ſtehen und fallen mit einander.“
Nichts konnte die Geiſtesqual uͤberſteigen, welche Vrank beſiel, als er dieſe Worte vernahm. Er wußte nicht, was er thun oder ſagen ſollte. Er fuͤhlte ſich wie an den Boden gekettet, den ſeine Kniee noch immer beruͤhrten. Ein Ungluͤckszauber
ſchien uͤber ihm zu ſchweben, und er fuͤhlte, daß es
ihm nur an Kraft fehle, ſich den Tod zu geben, um der furchtbaren Lage zu entgehen, worin er ſich . 12**


