— So bin ich denn bereit fuͤr Eure Befehle, — ſagte John Chevalier in feierlichem Tone.
„Nein, lege den Dolch nieder,“ verſetzte die Graͤ⸗ fin:„Du ſollſt eine That ſicheren und geſetzli⸗ chen Todes vollbringen.— Jenem tapfern Ritter habe ich das Werk eines blutigen Opfers und einer verzweifelten Gefahr vorbehalten. Du ſieh' die⸗ ſes Halsband hier!“ und mit dieſen Worten ergriff ſie das auf dem Tiſche vor ihr liegende Marter⸗ werkzeug:„dieſes Inſtrument iſt ſo eingerichtet, daß es fuͤr jeden Hals paßt; ein Druck mehr oder we⸗ niger zieht es zuſammen, oder macht es locker; der Hals, den es umſchlingt, kann durch den Griff ei⸗ ner kuͤhnen Hand bald zum Todesroͤcheln gebracht werden, oder wenn der Schuldige Aufſchub ver⸗ dient, kann man ihn ſo lange ſchmachten laſſen, als es der Gerechtigkeit gut duͤnkt, die Verurtheilung zu verſchieben. Mich duͤnkt, die engſte Spannung wird am beſten fuͤr den Hals des Herzogs Johann von Brabant paſſen! So nimm es denn mit, und ſuche unter irgend einem erdichteten Vorwand Dich ihm zu naͤhern. Faͤnde auch Entdeckung Statt, faͤnde dieſes Inſtrument ſich bei Dir— was beweiſt es? Es iſt ganz außer Gebrauch, und kein Menſch ahnet ſeine eigentliche Beſtimmung; es iſt ſelbſt ein


