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kann keinen Liebesworten lauſchen, wenn Gloceſter das Thema iſt. Ich liebe ihn nicht, und er liebt mich auch nicht. Politiſche Beweggruͤnde, welche ſo manche Prinzen und Prinzeſſinnen durch unpaſſende Bande vereinigten, fuͤhren uns Beide zu dieſer Ehe. — Nichts weiter. Da Humphrey tapfer gefochten hat fuͤr meine geringe Sache, ſo werde ich ihn treu⸗ lich ehren; da er ritterlich um meine Hand gewor⸗ ben hat, ſo werde ich ſie ihm geben in Dankbarkeit und Treue. Aber Liebe!— Ach! die habe ich nie gekannt, auch darf ich wohl nicht hoffen, ihre Reize je kennen zu lernen. Die niedrigſte Dirne, welche das Vieh eines Bauers beſorgt, mag eher die Sym⸗ pathie eines Herzens zum Herzen empfinden, als ich, geboren fuͤr einen Stand, dem Liebe nicht zum Erbtheil fiel. Und doch duͤnkt mich, daß, haͤtte ich.—
„Horch! aufgeſchaut, Madame“, unterbrach ſie der Biſchof, der den mit ſchwacher Stimme hervor⸗ gebrachten Traͤumereien ſeiner Gefaͤhrtin nur we⸗ nige Aufmerkſamkeit geſchenkt hatte,„vernehmt Ihr nicht den Trompetenklang, der als Zeichen ih⸗ rer Annaͤherung gelten ſollte? Ja, ja, da kommen ſie, zwei Ritter mit ihren Knappen. Das kann Niemand anders ſeyn, als der Herzog und Ludwig


