Teil eines Werkes 
16. Bd. (1816)
Entstehung
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298 Paͤchter Martin.

weiter befoͤrdert worden. Jener iſt in anhalten⸗ der Gefahr, alles zu verlieren, dieſer darf mit Zuverſicht hoffen, durch den Wechſel zu gewinnen.

Mit dieſer Hoffnung eines beſſern Lebens jen⸗ ſeit des Grabes werden dem Frommen ſchon die Freuden des gegenwaͤrtigen Lebens erhoͤht und verſchoͤnert. Dankbar genießt er, was ihm der Geber alles Guten hienieden zu Theil werden laͤßt, und ruft ihn dieſer von der Erde ab, ſo weiß er ja, daß, nach Jeſu Ausſpruche, in Got⸗ tes Hauſe viele Wohnungen ſind, und daß er den Wechſel der Wohnung gewiß nicht werde zu bereuen haben.

Und wie troſtvoll iſt dieſe Hoffnung fuͤr den leidenden Frommen! Wer kann es laͤugnen, daß des Lebens Schoͤne noch mit mancher Noth ver⸗ eint ſey, daß auf Erden manche bange Thraͤne geweint werde? Was troͤſtet nun aber den Un⸗ gluͤcklichen ohne den Glauben an eine beſſere Zukunft? Vielleicht die kalte vermeinte Weis⸗ heit: man muß ertragen, was das Schickſal uͤber uns verhaͤngt hat, und was wir nicht abaͤn⸗