314 Paͤchter Martin.
Wieder ein Feſttag, wenn die erſten Fruͤchte aus dem Garten genoſſen werden;
Dadurch wird zugleich der Naſchbegierde der Kinder geſteuert; denn das iſt nun Einmal Ge⸗ ſetz: Niemand ruͤhrt eine Frucht eher an, bis das erſte Feſtgericht gemeinſchaftlich genoſſen iſt;
Und der Jubel, wenn ein Baͤumchen zum
erſten Male traͤgt, das ich ſelbſt gepflanzt
habe! Habe ich mich am Tage muͤde am Schreibe⸗ pulte gearbeitet, ſo hole ich am Abend Geſundheit und Erholung im Garten;
Es faͤllt mir nicht ein, im Sommer in Ge⸗ ſellſchaft zu gehen— was auch fuͤr meine jetzigen Einkuͤnfte zu koſtbar waͤre; ich gehe in meinen Garten;.
Ich arbeite das meiſte in meinem Garten ſelbſt, und bin deſto gefuͤnder;
Waͤhrend der Arbeit denke ich ſchon an die Ernte,— wie das gedeihen werde; und bin deſto froher; Auch meine Kinder arbeiten nach ihren Kraͤf⸗ ten mit, und gewinnen mit mir an Staͤrke, Ge⸗ ſundheit und frohem Muthe;
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