Teil eines Werkes 
15. Bd. (1816)
Entstehung
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292 Paͤchter Martin.

zeugt war, daß dieſe Abſicht allein ſeine Hand⸗ lung beſtimmte; ſo feſt davon uͤberzeugt war, daß er, und wenn er in der folgenden Stunde ſterben, und vor den Richterſtuhl des Allgerech⸗ ten gefordert werden ſollte, mit dieſer Ueberzeu⸗ gung von der Lauterkeit ſeiner Abſicht ſeinem Richter entgegen gehen koͤnnte der Mann iſt, in wie fern er ſeiner Ueberzeugung ein ſchwe⸗ res Opfer brachte, ein edler Mann!

Aber, nicht zu gedenken, daß dieſe vorgege⸗ bene Abſicht bey den meiſten nur Maske ſey, hin⸗ ter welcher ſich entehrende Menſchenfurcht und Privatintereſſe verſtecken; daß vielleicht auch mancher ſich ſelbſt taͤuſcht, und aus Patriotis⸗ mus zu handeln waͤhnt, wo er nur aus Be⸗ ſorgniß zu beleidigen, und ſich oder ſeinen Freun⸗ den zu ſchaden, handelte: ſo ruhet dennoch ſeine Ueberzeugung auf einem Jerthume, und er iſt alſo nur ſo lange gerechtfertigt, als er dem un⸗ verſchuldeten Irrthume unterworfen iſt.

Er ſtiftet zuverlaͤſſig fuͤr den Staat mehr Boͤ⸗ ſes als Gutes! Die Grundſtuͤtzen, worauf das Wohl der Geſellſchaft gegruͤndet iſt, ſind Gerech⸗ tigkeit, Treu und Glaube. Wehe dem, der