Teil eines Werkes 
15. Bd. (1816)
Entstehung
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Zweyter Theil. 291

Es laͤßt ſich aber auch nicht behaupten, daß du deßwegen nichts nuͤtzeſt, weil du jetzt deinen naͤchſten Zweck durch deine Stimme nicht errei⸗ chen kannſt.*) Du nuͤtzeſt ſchon dadurch, du befoͤrderſt die gute Sache, daß du an deinem Theile beweiſeſt, daß dir Pflicht, Treu' und Glaube heilig ſey. Da hingegen der Unredliche und Ungerechte in ſeiner Ungerechtigkeit noch beſtaͤrkt werden wuͤrde, wenn er ſaͤhe, daß ſelbſt der, welcher den Ruf des rechtſchaffenen Mannes fuͤr ſich hat, dennoch ihm gleich handelte, und ſo

die Ungerechtigkeit und Treuloſigkeit gleichſam

heiligte.

3) Der Mann, welcher ohne Ruͤckſicht auf Privatintereſſe, bloß um dem Staate deſto mehr zu nuͤtzen, jetzt mit widerſtrebendem Herzen thaͤte, was er in keiner andern Ruͤckſicht thun wuͤrde, iſt wenn er anders vor ſeinem Gewiſſin uͤber⸗

») Moͤglich waͤre es doch auch, daß der Mann,

der ſeine Stimme mit Gruͤnden unterſtuͤtzte, viel⸗ leicht einige ſeiner Collegen zur Abaͤnderung ihrer Stimme bewegen, und ſo ſelbſt ſeinen naͤchſten Zweck vielleicht erreichen koͤnnte.