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29o Paͤchter Martin.
5) Und wie weiß ich mit Gewißheit, ob mein Candidat, der mir der Wuͤrdigere ſcheint, auch wirklich der Wuͤrdigere ſey? Konnte ich mich nicht in der guten Mei⸗ nung, die ich von ihm habe, taͤuſchen? iſt dieſe Taͤuſchung nicht wahrſcheinlich, da die andern alle Ticht fuͤr ihn ſtimmen wol⸗ len?“
Auf 1) und 2) wurde geantwortet:
Die bey Antretung deines Amtes uͤbernom⸗ mene Verpflichtung: bey vorfallenden Wahlen dem nach deiner Ueberzeugung Wuͤr⸗ digſten deine Stimme zu geben; iſt nun fuͤr dich Geſetz, das du, auch mit Aufopferung dei⸗ nes eigenen Vortheils erfuͤllen mußt, ſo lange du dein Amt als ehrlicher Mann bekleiden willſt.
Angenommen, daß dir dieß Geſetz nicht aus⸗ druͤcklich von Andern vorgeſchrieben waͤre, ſo wuͤrde dir's deine eigene Vernunft und Rechtſchaf⸗ fenheit vorſchreiben. Wie viel mehr aber biſt du verbunden, dein feierlich gegebenes, vielleicht— was in den meiſten Staaten der Fall ſeyn wird— durh einen Eid bekraͤftigtes Wort zu halten? 7


