Zweyter Theil. 289
2) Weil ich dadurch nicht nur mir, ſondern auch meinen Freunden und Anverwandten ſchade;
3) ja dem Staate ſelbſt;— indem ich dadurch meine Macht, Gutes zu wirken, vermindere. Denn meine Collegen, durch dieſen Widerſpruch, durch dieſe Unbieg⸗ ſamkeit beleidigt, werden mir nun auch bey den beſten Unternehmungen entgegen 3 handeln, und manches Gute, das ich nur mit ihrer Beyſtimmung zu Stande brin⸗ sgen kann, verhindern. Die gute Abſicht wird alſo meine Handlung techtfertigen,
der Zweck die Mittel heiligen.
4) Es waͤre ſogar moͤglich, daß ich dadurch ſelbſt meinem Candidaten, in Nuͤckſicht auf ſeine kuͤnftige Befoͤrderung, ſchadete: weil der Haß gewoͤhnlicher Menſchen gegen ihren Feind ſich oft uͤber alle dieje⸗ nigen verbreitet, welche ſie als ſeine Freunde betrachten. Hier beſonders wird der, wenn auch noch ſo unſchuldige, Candidat als Mit⸗ urſache einer veraßten Wirkung mit gehaßt werden.— 4
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