Teil eines Werkes 
15. Bd. (1816)
Entstehung
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Zweyter Theil. 29

der bey einem kraͤnklichen Koͤrper die Folge der Nachtwachen, der Sorgen, der Leiden ſeiner Mutter an Geiſt und Herz ein ausgezeichne⸗ tes Kind war. Doch ſchon in ſeinem achten

Jahre ſah ich das liebſte, beſte meiner Kinder zu

Grabe tragen!

Das entſcheidende zehnte Jahr meines Ehe⸗ ſtandes, das vierzigſte meines Lebens, begann wie ein ſchoͤner Sommertag, den der Landmann fruͤh mit frommen Dank begruͤßt, ohne zu ahnden, daß am Abend ein Gewitter, die Geburt des ſcho⸗ nen Tages, ſeine Saaten wegſchwemmen, ſeine Huͤtte in Feuer zerſtoͤren werde. Ich haͤtte es bey einiger Aufmerkſamkeit auf den zeitherigen Gang meines Lebens, wo immer auf einen heitern Sonnenblick ein Gewitter folgte, wo die Roſe, wenn ieh ſie pfluͤcken wollte, unter meiner Hand verbluͤhte, ich haͤtte es ahnden ſollen. So verſchwenderiſch hatte die Schutzgoͤttin der Dummheit und Bosheit ihre Gaben uͤber mich, der ich doch nicht zu ihren lieben Getreuen gehoͤre, nie ausgeſchuͤttet als jetzt.

Ich wurde erſter Archivar mit verminder⸗ ter Arbeit und vermehrten Einkuͤnſten. Bald

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