12 Paͤchter Martin.
viele Tauſende waren auf dem Schlachtfelde geblieben. Raſch war mein Entſchluß gefaßt: Ich werde Soldat! und eben ſo raſch ſchritt ich zur Ausfuͤhrung. Ich verkaufte meine Buͤcher, um Reiſegeld zu bekommen; und war nun reiſefertig. Waͤre ich es nur um Einen Tag fruͤher geweſen! Noch am letzten Abend vor der beſtimmten Abreiſe, werde ich in die Poſt gerufen:„Ein Fremder wuͤnſchte „mich zu ſprechen.“ Es war der Graf D, den ich in meinem letzten akademiſchen Jahre bey unſerm gemeinſchaftlichen braven Lehrer Wr kennen gelernt hatte. Er bat mich, ihn als Hofmeiſter oder auch bloß als Freund, wie ich das am liebſten wollte, nach Italien und
Eng land zu begleiten, und verſprach mir im
Namen ſeines Vaters, dem mich Wrr empfoh⸗ len hatte, nach unſerer Ruͤckkehr auf meine fer⸗ nere Verſorgung zu denken.
Welch ein unverhofftes Gluͤck! Ich glaube ich weinte vor Freude— wozu, aufrichtig geſtanden, die liebe Eitelbeit nicht wenig beytrug. In einer Art von Triumph, im graͤflichen Wagen konnte ich aus der Stadt fahren, wo, wie ich mir


