Teil eines Werkes 
15. Bd. (1816)
Entstehung
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Zweyter Theil. 11

Auf den Rath meines Gr** ſammelte ich den kleinen Ueberreſt meines Vermoͤgens, ging auf die Univerſitaͤt zuruͤck, verließ die Theologie, deren Prieſter mich verlaſſen verworfen hatten, und ſtudierte die Rechte. Et⸗ was uͤber zwey Jahre hatte ich wieder mit uner⸗ muͤdetem Fleiße gearbeitet, als mich zum zwey⸗ ten Male die Hoffnung in meine Vaterſtadt rufte, um mich zum zweyten Male zu taͤuſchen. Ein armſeliger Schreiberdienſt war es, warum ich mich bewarb, der mir von mehrern Vaͤtern meiner Vaterſtadt mit Hand und Mund ver⸗ ſprochen, und wie es zur Wahl kam, dennoch einem andern gegeben wurde.Sollte mein Vetter die Stelle nicht wenigſtens mit eben ſo viel Ehre bekleiden, als der neue Candidatus juris, den die Theologen nicht brauchen konn⸗ ten? ſagt einer von den waͤhlenden Herren, und ſeine Collegen gaben ihm Beyfall.

Jetzt hatte ich in meinem Vaterlande nichts mehr zu ſuchen, nichts mehr zu erwarten; es

hatte mich ausgeſtoßen. Sollte ich im Aus⸗

lande mehr erwarten? Es war Krieg. Eben war eine moͤrderiſche Schlacht vorgefallen;