Erſter Theiſ. 24
ling! Nach jedem Ungewitter heiterte ſich der Himmel noch immer wieder auf, und im Gewitter ſelbſt ſtroͤmte Segen herab und Fruchtbarkeit. O die Erde Gottes iſt ſchoͤn, und ſchoͤn iſt das Loos, auf dieſer Erde Menſch zu ſeyn! Aber zwiefach ſchoͤn, herrlich wie ſeine Himmel oben, iſt ſie fuͤr den, der ihre Blumengefilde an der Hand der Tugend durch⸗ wallt.
Seyd gut, Menſchen, und ihr werdet mit und durch dieſe Guͤte oft ſchon auf dieſer Erde gluͤckſeliger leben, und einſt dem Tode ruhiger in's Auge ſehen koͤnnen. Forderte die Moral, daß man, um des Himmels willen, die Erde ganz vergeſſen, mit niedergeſenktem Blicke und gefurchter Stirn einherſchleichen, und jede, auch die ſchuldloſeſte Freude fliehen muͤſſe; dann haͤttet ihr vielleicht Recht, wenn ihr des Moraliſten lachtet, und ſeiner unnatuͤrlichen Forderungen ſpottetet: aber wir bemitleiden euch, wenn ihr jenen Spott auf die reine Moral der Vernunft und des Chriſtenthums anwenden wollt, nach welcher, gut zu ſeyn,


