Teil eines Werkes 
14. Bd. (1816)
Entstehung
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Paͤchter Martin.

lichen Stunden, wo Gram und Sorgen den Schlaf von unſerm Lager ſcheuchten, in unſere Vorſtellung zuruͤck zu rufen, und nicht auch die, wo wir, froh wie die Seligen Gottes, unſer Daſeyn ſegneten? Es giebt doch wohl wenig Menſchen, denen nicht zuweilen eine Stunde ward, wo ſie im Wonnegenuß mit Hoͤlty ausruften, oder ſchweigend deſto inni⸗ ger es fuͤhlten: daß Gottes Erde ſchoͤn, wunderſchoͤn ſey! Und die, die von ſolchen Freuden nichts wußten, ey nun die wußten auch weniger von Leiden. Und waͤre es nun aber nicht Undank gegen den, der ſo viel Gluͤck, ſo viel Freuden auf ſeine Erde goß, wenn man in einem Anfall von truͤber Laune alle das vorher genoſſene Gute vergeſſen wollte? Nein; mein Herz entweihe ſich nicht durch ſolchen Undank! Und war ich vielleicht zeither von dieſer Undankbarkeit nicht ganz frey ſo will ich wenigſtens in Zukunft dankbarer und weiſer werden! Noch ging kein Jahr vorbey, wo nicht nach dem Winter wieder ein Fruͤhling kam; zwar nicht einer ſo ſchoͤn als der andere, aber doch ein Fruͤh⸗