32—
als ob der Boden unter meinen Fuͤßen brennte!
—— So hab' ich durch mein ganzes Leben keine ruhige Stunde gehabt. Schon als Kind erklomm ich oft die hoͤchſten Gipfel und blickte
ſehnlich nach den Wolken hinuͤber— hinuͤber
nach dem eigentlichen Wohnſitz der Schoͤnheit und des herzerfreuenden Genuſſes! Denn, ſa⸗ get ſelbſt, hat wol die Erde irgend etwas auf⸗ zuweiſen, was mit der Herrlichkeit der Wol⸗ ken, und mit ihren bunten, tauſendfach ſpie⸗ gelnden Farben zu vergleichen waͤre? Wie plump und roh, wie langweilig iſt jedes irdi⸗ ſche Vergnuͤgen! Ich habe nie Geſchmack daran finden koͤnnen! Da reden die Menſchen ſo viel von Liebe; ich geſteh' Euch, mir wuͤrde Zeit und Weile dabei lang! Sie reden von Treue, und man kann ſich nichts unertraͤgli⸗ cher denken! Aber ſo ſind nun die Menſchen; dergleichen alberne Gewohnheiten haben ſie noch mehr und legen ſich dadurch ſelbſt unnuͤtze Feſ⸗ ſeln an, da ſie doch ohnehin genug gebunden ſind! Eigentlich haben ſie noch gar keinen Sinn fuͤr wahren Genuß; ſie wollen alles
mit Ernſthaftigkeit betreiben, wollen alles feſt⸗


