Teil eines Werkes 
11. Bd. (1816)
Entstehung
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wie es vor tauſend Jahren gerauſcht hat, und nicht allein ſich ſelbſt, auch alles andere, was ihm zu nahe kommt, bewegt es mit beleben⸗ der Gewalt. Wie ſchoͤn muͤßt' es ſeyn, ſich ewig, ohne Muͤh' und Arbeit, im Schooße der Wellen wiegen zu laſſen und das Leben immer mit gleichen Toͤnen um ſich her fluͤſtern zu hoͤren! wie ſanft muß ſich's in dieſem wei⸗ chen Bette ruhen! wie weich, wie nachgebend iſt da alles! Die feindlichſten Gegenſtaͤnde flieſ⸗ ſen ſanft in einander, die haͤrteſten Felſen werden geſchmeidig, ſo daß ſich gewiß nie⸗ mand an ihnen beſchaͤdigt: auch geben ſie durch ihr beſtaͤndiges Regen und Weben die deut⸗ lichſten Zeichen des Lebens von ſich. Du ſprichſt vom Wiederhall, Freund vom Thale; aber haſt du denn nie die zauberiſche Welt in den Wellen geſehen? hat dir nie deine eigene Ge⸗ ſtalt daraus entgegengeblickt, und dir mit freundlicher Lockung hinuntergewinkt? Begreifſt du nun, daß wir nirgends anders als da das Ziel unſrer Reiſe zu ſuchen haben? Es iſt nur noch ein einziges Bedenken bei der Sache; man hat nehmlich aus Erfahrung, daß die