Teil eines Werkes 
11. Bd. (1816)
Entstehung
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Sprache, vernichten köoͤnnen: aber mich hat's immer unwiderſtehlich nach ihnen gezo⸗ gen. Oft, wenn meine Klagen in ihre Kluͤfte toͤnen, koͤmmt mein Laut mir wunderbar zu, ruͤck, und verkuͤndigt mir, hier hier ſey der eigentliche Wohnſitz unſerer Seele. Nimm mirs nicht uͤbel, Freund, verſetzte der vom Strome; du ſcheinſt mir viel Unſinn zu reden! Wie kannſt du Leben in der Tieſe der Erde ſuchen, da ſchon auf ihrer Oberflaͤche alles ſo ſtarr und unbeweglich iſt, daß es nicht anders, als durch unſre Kraͤfte, durch unſre ſaure Muͤhe belebt und fortbewegt werden kann? Wir muͤſſen uns ſo aufopfern, um das Bischen Leben auf der Welt noch ſo halbwege zu erhalten! muͤſſen ſo viel Muͤhe anwenden, daß nicht alles todt liegen bleibt und erſtarret, daß wir ja gar nicht recht zunehmen koͤnnen! Da lob' ich mir das Waſſer! das Einzige im ganzen Weltall, was ſich von ſelber regt; was nicht von fremder Willkuͤhr abhaͤngt, und alſs auch niemals das Aufhoͤren der Bewegung, das heißt, den Stillſtand des Lebens, zu fuͤrch⸗ ten hat. Das Meer rauſcht noch heute ſo⸗