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Talentes, das er nicht auch beſaß, zu loben; daruͤber waͤre er bitter und verſchloſſen gewor⸗ den. Ich ſuchte ja ſeine Liebe und fuͤrchtete, daß er, ohne Liebe zu mir, durch die Mittel, welche ihn beſſern ſollten, ſtoͤckiſch werden moͤchte. Bei Austheilung von Geſchenken und bei Beweiſen meiner Zaͤrtlichkeit gab ich mei⸗ nen uͤbrigen Kindern niemals einen Vorzug. Ich leiſtete ihm alle Pflege ſelbſt, die man ſonſt wol den Domeſtiken uͤberlaͤßt; ich beglei⸗ tete ihn mit einem Kuſſe zu Bette, ich reichte ihm ſelbſt das Fruͤhſtuͤck u. ſ. w.
So gelang es mir, ihm die zaͤrtlich ſte Liebe einzufloͤßen; eine Liebe ganz anderer Art, als die, welche Kinder gegen ihre Waͤrterin⸗ nen und andere Perſonen aͤußern. Als ich dieſe gewonnen hatte, folgte er leicht. Jetzt verlangte ich Manches, was ihm ſchwer wurde; verlangte oft, unterſagte vieles, und mit Ernſt, und mein Wille war unabaͤnderlich. Nur ein⸗ mal habe ich noͤthig gehabt, eine koͤrperliche Strafe zur Huͤlfe zu nehmen; ſie war ſo leicht, ſie konnte nicht leichter ſeyn, und der Knabe, welcher ſonſt, wie du in der Folge ſehen wirſt,


