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gleich dunklen Offenbarungen, vorſchwebte, er⸗ rungen ſeyn wuͤrde.
Mit dieſen Gefuͤhlen war jetzt Ottilie in das vaͤterliche Schloß zuruͤck gekommen. Antonio ſchien durch ſeine nahe Verbindung mit Fioren, zu einem zwangloſern Umgang mit der Schweſter ſeiner Braut berechtigt, und Ottilie, welche nur die Zaͤrtlichkeit ei⸗ ner Schweſter auf ihn uͤberzutragen glaubte, und in den Aeußerungen ihrer Liebe eine Be⸗ ruhigung jener lange gefuͤhlten Sehnſucht fand, uͤberließ ſich ſeinen Liebkoſungen, ohne etwas von der wahren Natur ihrer Neigung zu ihm zu ahnden. Selbſt als ſie einſam mit Anto⸗ nio in der Gondel auf dem ſtill bewegten
Meere ſchwebte, und er, den jugendlich ſchlan⸗ ken Leib Ottiliens umſchlingend, die ern⸗ ſtere Fiora vergaß, waren ihr ſeine Kuͤſſe nur wie die Freuden ihrer Traͤume. Sie weckten nur jene ſchnell voruͤberrauſchenden Bilder mit aller der unendlichen Sehnſucht, welche ihr Er⸗ ſcheinen begleitete, doch ohne einen beſtimmten Wunſch in ihr zu rregen. Aber jetzt, mit der Erzaͤhlung von dem ſtillen Kinde, erwachten auf


