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gioͤſe Bilder, welche ihren Geiſt erfuͤllten, bald dunkle Erinnerungen an fruͤhe Ereigniſſe, bald auch bloß raͤthſelhafte Traͤume, und die Unruhe, welche ſie von dem Einen zu dem Andern trieb, ohne daß etwas ihrer innern Sehnſucht Gnuͤge that, ſchien ihrem kindlichen Gefuͤhle nur ein Zeichen der angeerbten Suͤnd⸗ lichkeit, zu deren Bekaͤmpfung die kloͤſterlichen Uebungen ihr ein ſicheres, aber von dem welt⸗ lichen Sinn zu oft verſchmaͤhtes Mittel, darboͤ⸗ ten. Die Kloſterſchweſtern fanden in ihren verworrnen, bilderreichen Reden die Zeichen eines frommen, von den Heiligen wunderbar ergriffenen Gemuͤths, und die. Andacht, mit
welcher Ottilie den geiſtlichen Uebungen ſich
hingab, befeſtigte ſie in dieſem Glauben, ſo daß die Lobſpruͤche, welche Ottilie von ihnen empfing, und die Hinweiſungen auf eine Zu⸗ kunft, in welcher der Friede des Himmels ſichtbar auf der andachtvollen Novize ruhen werde, dieſe zu einer nie ruhenden Sehnſucht nach jener ſeligen Zeit entflammte, in welcher das Sehunen geſtillt, und das Ziel, welches ihr oft in unausſprechlichen Traumbildern,


