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den, um den Feſtlichkeiten beizuwohnen, wel⸗ che in dem Schloſſe des Grafen von Fio⸗ ra’s Verlobung bis zu ihrer Vermaͤhlung ab⸗, wechſeln ſollten. Mit der letztern wollte dann der Graf Ottiliens feierliche Einkleidung verbinden.
An die Einſamkeit und Stille des kloſter⸗ lichen Lebens gewoͤhnt, hatte Ottilie faſt mit Widerwillen das vaͤterliche Schloß betre⸗ ten, wo ſie nur wilder Laͤrm und ſtörendes Ge⸗ raͤuſch des Weltlebens, wie ſie glaubte, erwar⸗ tete. Die Unbefangenheit des kindlichen Sin⸗ nes hatte ſie, bei den ſtillen Umgebungen ih⸗ res Aufenthaltes, bis in die erſten Jahre der Jungfrau begleitet, und gab nun der, ihr ſelbſt unbewußt, erwachenden Neigung die friſche Le⸗ bendigkeit, welche unter den Verhaͤltniſſen des geſelligen Lebens gewoͤhnlich ermattet, ehe noch die Neigung ſich entwickelt, und nur in ſeltnen Faͤllen die Liebe zu einem beſtimmten Gegen⸗ ſtand in ihrer erſten Jugendkraft begleitet. Ottiliens Fantaſte gefiel ſich lange in un⸗ ſtetem Umherſchweifen. Bald waren es reli⸗


