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Die Nachforſchungen, wem das ſtille Kind ſich gezeigt habe, blieben ohne Erfolg; gleich⸗
wohl verließ die Furcht nicht die Bewohner des
Schloſſes. Von Fiora's Vermaͤhlungstage, der, nach dem Plane des Grafen, der Verlobung bald nachfolgen ſollte, war wenig die Rede. Die Braut ſchien von der ſchwarzen Roſe lief erſchuttert; ſie vermied die Geſellſchaft und man bemerkte, daß ſie mit Anſtrengung ihre bange Empfindung zu verbergen ſuchte. Der Braͤutigam, der die Blume der Trauer ihr ſelbſt uͤberreicht hatte, ſchien ſich mit Vorwuͤr⸗ fen zu quaͤlen, und ſuchte die Einſamkeit. So kam der Abend herauf.
Noch tiefer aber hatten dieſe Vorfaͤlle auf HOttilien gewirkt. Sie war in einem nahen Kloſter erzogen worden, damit ſie ſchon von der Kindheit an, ſich an das einſame Leben ge⸗ woöhnte, welchem ſie der Graf beſtimmt hat⸗ te, um der aͤltern Tochter das ungetheilte Ver⸗ moͤgen zu erhalten. Nur ſelten hatte ſie einige Tage im Schloſſe ihrer Eltern zugebracht, und jetzt war ſie nur ihrer Einſamkeit entlaſſen wor⸗
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