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Gab er Ihnen denn Blumen,— fragte Antonio weiter,— oder verbirgt dieſe ſchwarze Roſe ein neues Geheimniß?
Er trug eine Roſe von der Art immer an ſeiner Bruſt,— erwiederte Ottilie— ich bat ihn einigemal darum, und er ließ mich gelaſſen ſie nehmen, aber allezeit vermißte ich ſie, wenn ich mich nachher unter Andern befand. Daher kam meine Unruhe, als ich geſtern die ſchwarze Blume an meiner Schweſter Bruſt er⸗ blickte. Gott und allen Heiligen ſei Dank, daß jetzt andere Roſen hier bluͤhen!
Ottilie fiel bei dieſen Worten ihrer Schweſter heftig um den Hals, und war tief bewegt; Antonio ſammelte ſchnell die zer⸗ ſtreuten Blaͤtter der Roſe, und verbarg ſie ſorgfaͤltig. Es war nun kein Zweifel, daß der Knabe, welchen er in der Mitternacht geſehn hatte, kein andrer war, als das gefuͤrchtete ſtille Kind; doch ſchwieg er davon, um Fio⸗ ren, welche die Blumen aus der Gruft an ih⸗ rer Bruſt getragen hatte, nicht mit bangen Ahndungen zu ſchrecken.
J. f. F. II. J. 9. H.


