Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
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14 Schritte vorausging, der blied gewoͤhnlich nicht lange mehr in unſerm Kreiſe. So war es immer fuͤr unſer Haus ein gefuͤrchteter Bote des Ungluͤcks. Wodurch es aber zu ſeinem Erſcheinen bewogen werde, und wie dieſes Schloß zu einem ſo geheimnißvoll geiſtigen We⸗ ſen gekommen ſey, davon iſt weder mir etwas bewußt, noch irgend jemand, der in dem Schloſſe wohnt.

Hat denn niemand gewagt, dieſes raͤthſel⸗ hafte Weſen anzureden? fragte Antonio.

Oft iſt dieſes geſchehen, erwiderte der Graf. Denn es erſcheint niemals in 1 einer furchtbaren/ Geſpenſter⸗aͤhnlichen Geſtalt; man glaubt vielmehr ein koͤrperliches Kind zu ſehen. Auch blieb es oft lange, und ſpielte mit andern Kindern; nur hat man nie einen Laut von ihm gehoͤrt und darum nennen es alle das ſtille Kind. Auf anhaltende Fragen ent⸗ fernte es ſich allezeit ſtill, und verlor ſich, ohne daß man ſagen konnte, wohin. Meine Tochter Ottilie hat ehedem ſelbſt ſehr oft mit ihm geſpielt.