Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
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So iſt es wirklich verſetzte Ottilie Als in meiner Kindheit die Kriegsunruhen unſrer Gegend ſich naͤherten, ſah ich es faſt taͤglich und ſpielte unbefangen mit ihm, denn man hatte mir die Sage von dieſem Kinde noch nicht erzaͤhlt, und ich hielt es fuͤr einen Knaben aus der Nachbarſchaft. Es ließ ſich geduldig von mir vorſchwatzen, und ich bemerk⸗ te es in dem kindiſchen Spiele kaum, daß es ſelbſt nie ſprach. Endlich einmal, als der Marcheſe Montaldi im Gefecht geblieben war, und in der Familiengruft beigeſetzt wer⸗ den ſollte, verleitete nich die Neugierde, die Vorbereitungen zu dem Leichenbegaͤngniſſe in der Gruft anzuſehen; ich ſtieg mit den Arbeitern die Stufen hinab, da ſah ich bei dem Schein der Hanglampe, die von oben das lange Gewoͤlbe beleuchtete, meinen Geſpielen an einem Sar⸗ ge lehnen, als ob er ſchlummerte. Mir grau⸗ ſete zwar bei der langen Reihe von Saͤrgen, doch war ich erfreut uͤber den bekannten Anblick in dieſem ſchauervollen Aufenthalt, und ſchon wollte ich zu ihm eilen, da faßte meine Waͤrte⸗ vin mich auf einmal heftig bei dem Arm und

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