Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
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Oder ein leeres Geſchwaͤtz ſagte der' Graf etwas unwillig Man ſollte die Ge⸗ heimniſſe der Familie nicht ſo unvorſichtig Preiß geben. Ein Trunk uͤber die Gebuͤhr bey frohen Gelegenheiten erzeugt alsdann Fanto⸗ me und jeder will ſehn und ſieht, wenn er nur weiß, daß etwas zu ſehen iſt.

Ottilie kam.Hatte ich es nicht geahn⸗

det? ſagte ſie leiſe im Voxuͤbergehn zu Anto⸗

nio, deſſen Erſtaunen mit jedem Worte, das

er vernahm, hoͤher ſtieg. Dann ſetzte ſie ſich furchtſam an die Seite ihres Vaters.

Fiora kam gleichfalls. Sie ſchien von der Furcht der andern noch nicht unterrichtet.

Antonio vertheilte die Roſen des Gaͤrtner⸗

maͤdchens an ſie und an Ottilien.

Ich ergreife das gute Zeichen, ſagte Fiora ſcherzend, daß Sie Ihre Trauerblume von geſtern gegen dieſe eintauſchen.

Mit dieſen Worten nahm ſie eine dunkle, graue, faſt ſchwarze Roſe von der Bruſt, und gab ſie Antonio zuruͤck.

Nehmen Sie nicht! weg mit der Ungluͤcks⸗ plume! rief Ottilie ſchnell dazwiſchen