Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
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die Schweſter des Grafen, welche mehr, als die uͤbrigen Verwandten, bei ihm galt, das halbe Schweigen und erzaͤhlte mit bebender Stimme: man behaupte, das ſtille Kind habe ſich wieder ſehen laſſen.

Auf jedem Geſicht verſchwand bei dieſer Rede das Laͤcheln, und der Ernſt verwandelte ſich in Bangigkeit und Furcht. Antonio er⸗ ſtaunte weniger uͤber die Rede ſelbſt, als uͤber die ploͤtzliche und allgemeine Wirkung.

Das ſtille Kind? wiederholte er was iſt das? was wollen Sie damit ſagen?

Niemand antwortete ihm.

Iſt's anch gewiß? unterbrach endlich der Graf das Schweigen wer hat es ge⸗ ſehn? wo ſah man es?

In dieſer Nacht ſoll es umhergegangen ſeyn, antwortete ihm die Erzaͤhlerin.

Arme Fiora! ſeufzte der Graf Hat ſie es ſelbſt geſehn? wo iſt ſie?

Ein Diener ging, ſie zu rufen.

Das weiß ich nicht erwiderte des Gra⸗ fen Schweſter, noch iſt es nur ein dunkles Gemurmel.