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ihm ſo wenig, als an den andern, war eine ſchwellende Knoſpe zu ſehen.
Ottiliens Verdacht ſchien bei Anto⸗ nio nun gerechtfertigt. Bei der Unmoͤglich⸗ keit eine Roſe in dem Garten zu finden, muß⸗ te ſie hinter dieſem Vorgeben eine Verbergung der Wahrheit argwohnen. Errathend ging Antonio nach der Wohnung des Gaͤrtners, Ein artiges Maͤdchen begoß hier die ſeltneren Gewaͤchſe, welchen ſelbſt Italiens Naͤchte nicht mild genug ſind, und unter dieſen einige fruͤhe Roſen.„Daher alſo kommt der Ver⸗ dacht“— ſagte ſich Antonio und wollte ſchon ſich entfernen, aber das artige Gaͤrtner⸗ maͤdchen hatte geſchwind einige der ſchoͤnſten Roſen zierlich geordnet, und uͤberreichte ſie Antonio'n, um ſeine ſchoͤne Braut damit zu⸗ ſchmuͤcken.
Auch dieſe Roſen ſchienen alſo fuͤr Otti⸗ lien verloren, denn ſie konnten ihren Verdacht nur vermehren. Antonio erkundigte ſich bei dem Maͤdchen nach ihren Aeltern und Geſchwi⸗ ſtern, denn er glaubte nun gewiß, der Knabe,
von welchem er in der vorigen Nacht die Roſe


