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Schleier immer, und ich trage ihn ja auch zu⸗ weilen! Und warum ſollte man's nicht? Die Mode wandelt nun einmal mit ihren wechſelnden Launen herrſchend von Stadt zu Stadt, von Land zu Land. Alle geſitteten Staͤnde huldigen ihr, und gehorchen ohne Widerrede, ſobald ſie uͤber Kleidung, Wohnung und aͤußere Lebensweiiſe einen neuen Machtſpruch gethan. Wir laͤcheln uͤber unſere Schwachheit, und unter⸗ werfen uns laͤchelnd. Auch moͤgen wir hier in aller Unſchuld unſern Flatterſinn ſich an den wechſelnden Geſtalten weiden laſſen; dies alles hat nicht ſo gar viel auf ſich.
Clement. Und ſo waͤre auch jener weibliche Zartſinn nur ein Modeprodukt—?2
Corn. Das mit der Zeit zu andern ins Putzkoͤrbchen gelegt und bei Seite gethan wird! Nicht anders, liebe Clementine! 3
Clement. Und doch haben Sie mir ſelbſt zugeſtanden, daß der rauhe, unweibliche Herois⸗ mus auch nur ein ſolches Produkt ſei und zugleich ſo gar unliebenswuͤrdig mache—
Corn. Und werde Ihnen das immer zu⸗


