Teil eines Werkes 
9. Bd. (1815)
Entstehung
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geben. In unſerer Natur liegt er nicht; es iſt auch ein an gebildeter Charakter.

Clement. Nunſo ein Schleier bleibt etwas Huͤbſches druͤckten Sie ſich aus! So muͤſſen Sie doch ſelbſt jene ſuͤße, weiche Schwaͤche liebenswuͤrdig finden? Und dennoch nöthigen Sie Ihre fanften Kinder, ſich an den Anblick von Dingen zu gewoͤhnen, vor denen ein gehei⸗ mes Ahnen ſie ſchauerlich mahnt

Corn. Gut, daß Sie mich auf den Punkt wieder zuruͤckfuͤhr)en, von dem wir ausgingen, und auf welchen ich Ihnen die Antwort ſchuldig blieb! Was die weibliche Schwaͤche betrifft die aber etwas anders, als Zartheit iſt ſo iſt unſerm Geſchlecht gewiß ein hinlaͤnglicher Fonds von dieſer negativen Tugend zu Theil worden! Worin er liege, ob ganz allein in unſrer phyſiſchen Beſchaffenheit, in dem weichern Stoffe, woraus unſer Koͤrper gebaut zu ſeyn ſcheint das moͤgen Naturforſcher und Philo⸗ ſophen um die Wette unterſuchen; genug, es liegt am Tage es iſt alles in und an uns weicher, biegſamer und zaͤher, als bei den Maͤn⸗ nern, wenige Ausnahmen abgerechnet!