Teil eines Werkes 
9. Bd. (1815)
Entstehung
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ginal fuͤr ein drittes Gemaͤlde der Art werden ſehen? Sagen Sie, Liebe! Clement. Ich bitte Sie, fahren Sie fort. Corn. Oder wenn Sie von ſeltſamem Schauer ſich ergriffen fuͤhlen, eine fruͤhreife italiſche Natur, wie ſie in Mignon darge⸗ ſtellt wurde, ſich unbewußt, von der Flamme hoffnungsloſer Liebe im kuͤhlern Norden verzeh⸗ ren zu ſehen ſoll Minone oder Alwine, gleich dieſem idealiſchen Kinde, in brennender Sehn⸗ ſucht verſchmachten? Ich kenne Sie beſſer: das wollen Sie nicht von der einen, nicht von der andern. Und wenn uͤberdies zu einer ſol⸗ chen Entwickelung gerade eine ſolche Natur, wie

der Dichter ſie ſich dachte, und gerade ſolche

fruͤhe Schickſale und Umgebungen gehoͤrten, wie die, in welche er ſie brachte, und wenn das Hochtragiſche in der Kunſt, ſo wenig wie das Hochkomiſche, im wirklichen Leben nachgebildet werden kann; wenn ein nachgeahmter Werther im Leben eben ſo nothwendig ein Geck ſeyn muß, als kein Arlecchino ſich von der Buͤhne ins eigentliche Leben wagen darf: was ſollen