„Bloͤd und farblos, wie der Winter, „Laßt mich Reiz und Jugend kalt. „Liebend ſuch' ich, blaſſe Kinder! „Schoͤn're Neigung und Geſtalt. „Zucht und Sitte kann ich achten, „Doch mich ihrem Dienſt zu weih'n, „Wehrt des Buſens heißes Schmachten— „Treibt mich tiefer in den Hain!⸗
Lieblich unterm Blaͤtterkranze
Fleht, verſteckt im Holderſtrauch,
Mit der Thraͤne Perlenglanze
Der Viole blaues Aug'.
Leiſe Seufzer— milde Duͤfte
Haucht des ſanften Veilchens Schmerz:; Leis verrathen ſuͤße Luͤfte
Ein in Lieb' vergehend Herz.
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„Sanfte Trauer muß mich ruͤhren, „Reizend ſchmuͤckt der dunkle Kranz⸗ „Und der Wehmuth Thraͤnen zieren
„Schoͤner Augen Himmelsglanz;
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